Royal Avebe startet im Anbaujahr 2026 mit einem indikativen Kartoffelgeld ab Hof von 65 € pro Tonne Kartoffeln

Genossenschaft ergreift Maßnahmen, um Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen

Veendam, 1. Juli 2026 – Das Kartoffelstärkeunternehmen Royal Avebe startet in das Anbaujahr 2026 mit einem indikativen Kartoffelgeld ab Hof für das A‑Volumen von 65 € pro Tonne Kartoffeln bei 19 Prozent Stärke. Damit liegt das Niveau deutlich unter dem des vergangenen Anbaujahres. Ein übersättigter Kartoffelmarkt, eine gute Ernte im Anbaujahr 2025, historisch hohe Anmeldungen beim A‑Volumen sowie geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen setzen die Ertragskraft der Genossenschaft erheblich unter Druck. Dies erfordert einen vorsichtigen Start in das neue Anbaujahr. Vor diesem Hintergrund ergreift Avebe Maßnahmen, um Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen.

Neuer Begriff: Kartoffelgeld ab Hof

Avebe spricht ab dem Anbaujahr 2026 vom „Kartoffelgeld ab Hof“. Dieser Begriff vermittelt Mitgliedern und Lieferanten ein vollständigeres Bild der gesamten Auszahlung ab Hof. Die Änderung steht im Zusammenhang mit der Erhöhung der Erfüllungsprämie, wie sie Ende 2025 beschlossen wurde. Das indikative Kartoffelgeld ab Hof von 65 € pro Tonne Kartoffeln bei 19 Prozent Stärke setzt sich zusammen aus Grundpreis, Mitgliederzulage, Qualitätsprämie, Erfüllungsprämie sowie einer Auszahlung aus dem genossenschaftlichen Ergebnis.

Mehr Angebot als Nachfrage

Der Markt ist aktuell von einem Überangebot an Kartoffeln geprägt. In der Verarbeitungskampagne 2025 hat Avebe deutlich mehr Kartoffel-Volumen als üblich verarbeitet und davon auch einen entsprechenden Teil vermarktet. Für das Anbaujahr 2026 wurde nun ein historisch hohes A‑Volumen seitens der Anbauer eingeschrieben. Daher muss die Genossenschaft in dieser Phase der Saison davon ausgehen, dass erneut große Mengen Kartoffeln an die Genossenschaft geliefert werden. In der aktuellen Marktsituation steht dadurch die Auszahlungskapazität pro gelieferter Tonne Kartoffeln unter Druck. Die Gesamterlöse müssen auf mehr Tonnen verteilt werden. Dies führt zu einer Verwässerung des Auszahlungswertes.

Anpassung der Lieferbedingungen für das Anbaujahr 2027

Für das Anbaujahr 2027 arbeitet Avebe gemeinsam mit dem Vertreterrat an Anpassungen der genossenschaftlichen Lieferbedingungen. Ziel ist es, das Angebot an Stärkekartoffeln besser auf das Absatzvolumen abzustimmen. Dies soll zu einer stärkeren Basis für die Genossenschaft beitragen und eine schnellere Erholung des bereits eingeleiteten Wachstums des Kartoffelgeldes für die Avebe-Mitglieder und Lieferanten ermöglichen.

Startpunkt für das Kartoffelgeld ab Hof

Das neue „Kartoffelgeld ab Hof“ bildet den Startpunkt für die Preisbildung für das Anbaujahr 2026. Der endgültige Auszahlungswert wird nach Abschluss der Kampagne im Mai 2027 festgelegt

Über Royal Avebe Royal Avebe ist eine Genossenschaft von mehr als 2.000 deutschen und niederländischen Landwirten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.350 Mitarbeitende und verfügt über Produktionsstandorte in Deutschland, den Niederlanden Schweden und Polen. Vertriebsgesellschaften gibt es in den USA, Europa und Asien. An seinen deutschen Produktionsstandorten in Lüchow (Niedersachsen/Wendland) und Dallmin (Brandenburg/Prignitz) beschäftigt Avebe rund 130 Mitarbeitende. In Deutschland verarbeitet Avebe jährlich rund 650.000 Tonnen Stärkekartoffeln zu hochwertigen Endprodukten, die ihren Mehrwert weltweit in Nahrungsmitteln, Futtermitteln und industriellen Anwendungsbereichen entfalten. Am Standort in Polen produziert Avebe Kartoffelflocken und -granulate. Avebe arbeitet intensiv an der Entwicklung neuer Möglichkeiten und Anwendungsbereiche auf Basis von Stärkekartoffeln und konzentriert sich auf nachhaltige Kontinuität. Weitere Informationen über Avebe erhalten Sie unter: www.avebe.com

Hinweis für die Redaktion Kontakt: André Bense, Communication & Public Affairs Specialist Germany/ KPW Tel.: +49 151 17083070, E-Mail: andre.bense@avebe.com